Termine & Kosten von Psychotherapie in Göttingen.

Blog

Zwangserkrankungen und Achtsamkeit

Quelle: www.achtsamleben.at

  • In einer qualitativen Studie wurden zwölf Patienten mit einer Zwangserkrankung unmittelbar nach der Absolvierung eines achtwöchigen MBCT-Programms in einem halbstrukturierten Interview befragt. Zwei Drittel berichteten von einer Verringerung der Zwangssymptomatik. Sie waren eher dazu bereit, auch unangenehme Gefühle zuzulassen, konnten bewusster und aktiver in der Gegenwart leben und die Stimmung und der Schlaf hatten sich verbessert (Hertenstein et al 2012) [CrossRef]
  • Mindfulness-Based Behavior Therapy bei OCD (Gorbis et al) [pdf-download]
  • Falldarstellung einer Frau mit therapierefraktärer OCD: Förderung von Akzeptanz und Achtsamkeit. Gutes Therapieergebnis auch im Follow-up nach drei Jahren (Singh et al 2004) [CrossRef]
  • ACT und „Habit Reversal“ bei Trichotillomanie: Verbesserungen bei 4 von 6 Teilnehmern (Twohig & Woods 2004) [CrossRef]

 

Depressionen und Achtsamkeit

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Eine Studie untersuchte insgesamt 424 Personen mit wiederkehrenden Depressionen, die per Zufall zwei Gruppen zugeordnet wurden: In einer sollte über zwei Jahre mit einer medikamentösen antidepressiven Erhaltungstherapie behandelt werden, in der anderen sollte die antidepressive Medikation abgesetzt oder verringert und stattdessen eine MBCT-Gruppe besucht werden. Innerhalb von 24 Monaten zeigten sich keine wesentlichen Unterschiede der beiden Therapien bezüglich Rückfällen, Symptomatik, Lebensqualität und Kosten. Eine Überlegenheit der Behandlung mit MBCT fand sich bei Personen mit Missbrauch und Gewalterfahrungen in der Kindheit. MBCT sei insbesondere bei dieser Personengruppe und bei jenen Menschen eine wertvolle Alternative zur Therapie mit Antidepressiva, die eine nicht-medikamentöse Behandlung bevorzugen. Darüber hinaus stellt sie eine wertvolle Ergänzung der medikamentösen Behandlung bei Hoch-Risiko-Patienten dar (Kuyken et al. 2015) [CrossRef]
  • Eine Metaanalyse von 18 Studien (davon 8 Studien mit MBCT) fand, dass sich auch eine aktuell bestehende depressive Symptomatik durch achtsamkeitsbasierte Verfahren reduzierte (Jain et al 2015) [CrossRef]
  • Eine Metaanalyse von sechs kontrollierten Studien mit 593 Patienten kommt zu dem Schluss, dass MBCT eine effektive Intervention zur Rückfallprophylaxe von Depressionen zumindest bei jenen Personen darstellt, die drei oder mehr depressive Episoden hinter sich haben (Piet & Hougaard 2011) [CrossRef]
  • ACT reduziert die depressive Symptomatik (Bohlmeijer et al 2010) [PubMed]
  • Vergleich MBCT+TAU (Treatment as usual) mit TAU allein in der Schweiz (Genf) bei 60 Patienten in Remission (zu Studienbeginn ohne Medikation) mit >/=3 depressiven Episoden. Im Follow-Up über 15 Monate war die Zeit bis zum Rückfall signifikant länger bei MBCT+TAU als mit TAU allein (median 204 und 69 Tage) wobei die Rückfallrate ingesamt gleich war (Bondolfi et al 2009) [PubMed]
  • Höhere Achtsamkeit – geringere Rückfallrate bei Major Depression. 25 depressive Patienten durchliefen ein MBCT Programm, vor Beginn und nach Abschluss des Programms wurde mittels MAAS Achtsamkeit gemessen. Sie stieg an, der Score ermöglichte, einen Rückfall innerhalb von 12 Monaten vorauszusagen (Michalak et al 2009) [PubMed]
  • MBCT reduziert bei Personen mit bipolaren Störungen in Remission Angst und die depressive Symptomatik (Williams et al 2008) [CrossRef]
  • Mindfulness-Based Cognitive Therapy for Treatment-Resistant Depression: A Pilot Study (Eisendrath et al 2008) [CrossRef] [abstract] [Präsentation-pdf]
  • Achtsame Berührungstherapie bei Menschen mit Depressionen (Stötter 2008) [pdf-download]
  • MBCT bringt bei 18 PatientInnen nach einer depressiven Episode eine Besserung der Restsypmtomatik mit weiterer Verbesserung im Ein-Monats-Follow-Up (Kingston et al 2007) [CrossRef]
  • MBCT bringt Besserung bei Patienten mit therapieresistenter Depression (Kenny & Williams 2007) [CrossRef] [pdf-download]
  • MBCT bei 13 Patienten mit Depression und Angst in der Primärversorgung: wurde angenommen, Reduktion von Angst und Depression (Finucane & Mercer 2006) [CrossRef] [Artikel online]
  • MBCT zur Prävention von Depressionen bei symptomfreien Patienten: MBCT ist bei Patienten mit 3 und mehr vorangegangenen Episoden prophylaktisch wirksam (Ma & Teasdale 2004) [CrossRef] [pdf-download]
  • MBCT zur Rückfallprävention bei Depression (Teasdale et al 2000) [CrossRef] [pdf-download]
  • Forschung zu MBCT: Literaturliste

Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Achtsamkeit

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Metastudie: Basierend auf 26 Studien fanden sich bei der Behandlung von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen mit DBT im Kontrollgruppenvergleich moderate Effektstärken (Kliem et al., 2010) [CrossRef]
  • 5-Tages-DBT besserte in einer Studie mit 50 Borderline-Patientinnen in einem Drei-Monats-Follow-Up die Symptomatik. Prädiktoren für gutes Ansprechen waren Leeregefühl, Impulsivität und Beziehungsstörungen. Patientinnen mit Identitätsstörungen und Verlassenheitsängsten zeigten schlechtere Ergebnisse (Yen et al 2009) [PubMed]
  • Katamnese über 30 Monate bei Patienten mit BPS nach stationärer DBT (Fassbinder et al 2007) [CrossRef]
  • Achtsamkeit in der Körperpsychotherapie mit einer Frau mit einer Borderline-Störung (Kern 2007) [pdf-download]
  • Literatur zu DBT (Studien-Übersicht von Behav. Tech., 2012) [pdf-download]

Achtsamkeit und die Bewältigung von Krebs

 

  • MBCR (Mindfulness-Based Cancer Recovery) verbessert bei Menschen mit Krebs und bei Survivors Depression, Angst, Schlaf und Fatigue, verringerte den Cortisolspiegel und den Blutdruck und wirkt sich auf die Länge der Telomere aus (Carlson 2016) [CrossRef]
  • Rosenbaum E (2013) Jetzt spüre ich das Leben wieder: Achtsamkeitsübungen bei chronischen Schmerzen, Krebs und anderen schweren Erkrankungen. München: Integral
  • In 22 Studien wurden 1403 Personen mit Krebs mit achtsamkeitsbasierten Verfahren behandelt. Eine Metaanalyse fand in diesen randomisierten und kontrollierten Studien „mit relativ hoher Qualität“ im Prä-Post-Vergleich eine signifikante Reduktion von Angst und Depression (Piet et al 2012) [CrossRef]
  • MBCT reduziert chronische Müdigkeit bei Krebs – „cancer-related-fatigue“ (Van der Lee & Garssen 2012) [CrossRef]
  • MBSR bei Frauen mit Brustkrebs nach Brustoperation, Bestrahlung und/oder Chemotherapie (pre/post-Design): Weniger Angst for einem Rezidiv, weniger Stress, Angst und Depression, mehr Lebensqualität (Lengacher, Johnson-Mallard et al 2010) [PubMed]
  • MBSR in 5 Gruppen von jeweils 10-15 Frauen mit Brustkrebs führte zur signifikanten Reduktion von Stresssymptomen, Depression und körperlicher Symptomatik. Es verbesserten sich Achtsamkeit, Coping und Kohärenzsinn (Matousek & Dobkin 2010) [pdf download]
  • MBSR verbessert die Anpassung an eine Krebserkrankung: Metaanalyse von 10 Studien (Ledesma & Kumano 2009) [PubMed]
  • MBSR bei Frauen mit Brustkrebs: Veränderungen in Achtsamkeit (MAAS), bessere Krankheitsbewältigung (CHIP), bessere Bewältigbarkeit des Lebens, mehr Sinnhaftigkeit (SOC) (Dobkin 2008) [CrossRef] [pdf-download]
  • Achtsamkeitsbasierte Psychoedukation hilft in drei Gruppensitzungen bei krebskranken Frauen mit sexuellen Problemen: 26 Frauen schätzten im Feedback Achtsamkeit als die effektivste Komponente des Programms ein (Brotto et al 2008) [CrossRef] [pdf-download]
  • Achtsamkeit bei Krebs: Übersichtsarbeit (Gander, Kohls &Walach 2008) [CrossRef]
  • 7 Wochen Wandern auf dem Jakobsweg führte bei 12 Frauen nach Brustkrebs zu mehr Achtsamkeit im Sinne einer Zunahme der Aufmerksamkeitsfokussierung auf die Gegenwart (Baumann et al 2008) [CrossRef]
  • MBSR reduzierte bei 60 ambulanten Krebspatienten im Vergleich zu Kreativtherapie mit 44 Patienten Stress, Depression und Wut, MBSR erhöhte die Spiritualität. Beide trugen zu posttraumatischem Wachstum bei (Garland et al 2007) [PubMed]
  • MBSR (6-wöchig) bei 51 Frauen multiethnischer Herkunft aus niedrigen Einkommensklassen mit abnormem PAP-Abstrich: Von nur 8 Frauen liegen vollständige Daten vor. Bei diesen war die Angst reduziert und ein Trend in Richtung „Selbst-Mitgefühl“ (Abercrombie et al 2007) [abstract]
  • In einer qualitativen Studie von TeilnehmerInnen eines modifizierten MBSR-Programms kristallisierten sich 5 Themen heraus: Öffnung, Selbstkontrolle, Teilen von Erfahrungen in der Gruppe, persönliches Wachstum und Spiritualität (Mackenzie et al 2007) [CrossRef] [pdf-download]
  • Achtsamkeitsbasierte Ansätze als wertvolle und sinnvolle Ergänzung einer psychoonkologischen Behandlung (Stepien & Lerch 2006) [abstract]
  • Mindfulness-Based Art Therapy“ (MBAT) bei 111 Frauen mit verschiedenen Krebsarten, achtwöchige Therapie im Kontrollgruppendesign: Weniger Distress (SCL-90), höhere gesundheitsbezogene Lebensqualität (Monti et al 2005) [CrossRef] [pdf-download]
  • MBSR bei 59 Brustkrebspatientinnen und 10 Prostata-Krebs-Patienten: Verbesserte Lebensqualität und verringerter Cortisolspiegel (Carlson et al. 2004) [CrossRef]
  • MBSR bei 49 Frauen mit Brustkrebs und 10 Männern mit Prostatakrebs: Höhere Lebensqualität, weniger Stress, Veränderung der Cytokinproduktion (Carlson et al 2003) [CrossRef] [pdf-download]
  • MBSR bei Krebs: Wohl die erste kontrollierte Studie, 2000 erschienen in „Psychosomatic Medicine“: Reduktion von Stress, Verbesserung der Stimmung (Speca, Calson et al 2000) [PubMed] [pdf-download]

Paartherapie und Achtsamkeit

Achtsamkeit hilft bei Essstörungen

  • Quelle: www.achtsamleben.at
  • Pulikationen zum Thema „mindful eating“ auf der Site von Peter Renner
  • Mindful Eating and Living (MEAL), ein Gruppenprogramm über 6 Wochen reduzierte bei 10 adipösen Männern das Gewicht, Binge-eating, Stress und negative Affekte (Dalen, Smith et al 2010) [PubMed]
  • 6 Frauen mit Bulimia nervosa profitierten von einem MBSR-Training (Proulx 2008) [CrossRef]
  • ACT bei Adipositas, Ein-Tages-Workshop hat im Kontrollgruppenvergleich nach drei Monaten signifikante Auswirkungen (Lillis 2008) [abstract]
  • Achtsame Körperwahrnehmung in der Behandlung von Essverhaltensstörungen am Berner Inselspital (Fiscalini & Rytz 2007) [pdf-download]
  • Mindfulness-based approaches to eating disorders (Kristeller et al 2006) [pdf-download]
  • Mindfulness-based eating awareness training (MB-EAT) als effektive Komponente in der Behandlung von Binge Eating (Kristeller & Hallett 1999) [CrossRef]

Achtsamkeit und die Bewältigung von Schmerz

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Eine Metastudie, die großteils andere Studien einschließt, kommt anhand der Analyse von elf Studien zu dem Ergebnis, dass die Effektivität achtsamkeitsbasierter Verfahren bis jetzt nur eingeschränkt nachgewiesen sei (Bawa et al 2015) [CrossRef]
  • In einer Pilotstudie mit 12 Patienten mit chronischen Schmerzen reduzierten sich nach einem neunwöchigen Programm zur Kultivierung von Mitgefühl die Schmerzstärke und die Wut. Die Teilnehmer konnten den Schmerz besser akzeptieren (Darnall 2015) [CrossRef]
  • Schütze et al (2014) Ein achtsamkeitsbasiertes Programm (MBFT Mindfulness Based Functional Therapy) hilft bei Rückenschmerzen [CrossRef]
  • Reiner et al (2013) beziehen auch Studien ohne Kontrollgruppe und solche mit Akzeptanz- und Commitmenttherapie mit ein, sie referieren 16 Studien. In zehn von den sechzehn Studien – acht kontrollierte und acht ohne Kontrollgruppe – fand sich bei achtsamkeitsbasierten Interventionen eine signifikante Abnahme von Schmerzen. Die Reduktion war in sechs von acht Studien größer als in der Kontrollgruppe und blieb auch im Follow-Up erhalten [CrossRef] [pdf-download]
  • Chiesa und Seretti (2011) geben eine Übersicht über 10 Studien mit Kontrollgruppendesign, die hauptsächlich die Wirkung von MBSR und MBSR-ähnlichen Programmen untersuchten.  [CrossRef] [pdf-download]
  • Tage Achtsamkeitstraining reduzierte Schmerz, Veränderungen in verschiedenen Gehrinregionen wurden nachgewiesen: Kontralateraler primärer somatosensorischer Cortex, vorderer cingulärer Cortex, vordere Insel, thalamische Deaktivierung (Zeidan et al 2011) [abstract]
  • Achtwochenprogramm bei 27 über 65jährigen mit chronischen Rückenschmerzen wurde qualitativ evaluiert. Verwendung unterschiedlicher Strategien: Ablenkung, bessere Körperwahrnehmung führt zu Verhaltensänderung, bessere Schmerzbewältigung, direkte Schmerzreduktion durch Meditation. Verbesserte Aufmerksamkeitsleistung, besserer Schlaf, bessere Stimmung (Morone et al 2008) [PubMed] [pdf-download]
  • MBSR bei Fibromyalgie mit drei-Jahres Follow-up: Verbesserungen der Lebensqualität, der Krankheitsbewältigung, positive Affekte, weniger Angst und Depression (Grossman et al 2007) [CrossRef]
  • ACT bei Schmerz (Dahl et al 2004) [CrossRef] [pdf-download]
  • Chronischer Schmerz verschiedener Lokalisation (Kabat-Zinn et al 1984) [CrossRef] (Kabat-Zinn 1982) [abstract]
  • Schmerz und spirituelles Wachstum (Shinzen Young)

 

Achtsamkeit und Sucht

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Chiesa und Serretti (2014) referieren 24 Studien, in denen sich nach achtsamkeitsbasierten Interventionen der Konsum von Alkohol, Kokain, Amphetaminen, Marihuana, Zigaretten und Opiaten in einem signifikanten Ausmaß stärker reduzierte als in entsprechenden Kontrollgruppen. Es gibt Hinweise, dass die Interventionen das Craving – das Verlangen nach dem Suchtmittel – und damit die Rückfallgefahr verringern [CrossRef]
  • 286 substanzabhängige Personen wurden per Zufall drei Gruppen zugeordnet: Eine absolvierte das achtwöchige MBRP-Programm (Mindfulness-Based Relapse Prevention), eine andere ein verhaltenstherapeutisches Rückfallprophylaxe-Programm und eine erhielt die sonst übliche Behandlung. Beide Gruppen waren nach sechs Monaten der üblichen Behandlung in Bezug auf Tage ohne Substanzkonsum überlegen. Die kognitive Verhaltenstherapie half mehr als MBRP den Zeitraum ohne Substanzgebrauch zu verlängern, allerdings hatten die Teilnehmer der MBRP-Gruppe nach zwölf Monaten signifikant weniger Tage mit Suchtmittelkonsum und weniger schwere Rückfälle als jene der beiden anderen Gruppen (Bowen et al 2014) [CrossRef]
  • Achtsamkeit bei Zigaretten-Craving (Rogojanski, Vettese & Antony 2010) [CrossRef]
  • Übersicht (Bachelorarbeit) „Achtsamkeitsbasierte Ansätzen in der Psychotherapie von Abhängigkeitsstörungen“ (Gmerek 2009) [pdf-download]
  • Kritische Übersichtsarbeit (Review über 25 Studien): „Overall, although preliminary evidence suggests mindfulness meditation-based interventions (MM) efficacy and safety, conclusive data for MM as a treatment of substance use disorders are lacking“ (Zgierska et al 2009) [PubMed]
  • MBSR adaptiert für „Therapeutic Community Treatment „(MBTC): Studie mit 459 substanzabhängigen Patienten im Kontrollgruppendesign (Marcus et al 2009) [CrossRef]
  • Evaluation von MBSR in der Behandlung von Abhängigen: Nützlichkeit, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit (Carrol et al 2008) [CrossRef] [article]
  • Achtsamkeit bei Sucht (Singer 2006) [article]
  • Achtsamkeit: Ein neuer Ansatz zur Psychotherapie süchtigen Verhaltens (Heidenreich, Schneider & Michalak 2006) [CrossRef]
  • Urge Surfing (aus Mindfulness Training von C Walsh, 2006) [pdf-download]
  • ACT bei Opiatabhängigen mit zusätzlichem Missbrauch anderer Substanzen in Ergänzung zur Methadonsubstitution: ACT führt zu einer objektiv gemessenen und zu einer subjektiv empfundenen Verringerung der Gesamt-Drogen-Dosis (Hayes et al 2004) [CrossRef]
  • ACT zur Raucherentwöhnung im Vergleich zu Nikotin-Ersatz-Therapie. Keine Unterschiede nach Therapieende, bessere Ergebnisse beim 1-Jahres Follow-up (Gifford et al 2004) [CrossRef]

 

Achtsamkeit hilft bei Trauma

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Bei einer systematischen Suche nach der Wirkung von achtsamkeitsbasierten Verfahren bei Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) fanden sich 12 Studien, die allerdings methodische Mängel aufwiesen. In der Mehrzahl der Studien zeigte sich eine Verringerung der PTBS-Symptomatik, im Besonderen des Vermeidungsverhaltens (Banks et al 2015) [CrossRef]
  • Je 58 Veteranen mit PTBS wurden per Zufall einer MBSR-Gruppe oder einer aktiven Kontrollgruppe zugewiesen. In der MBSR-Gruppe nahm die Schwere der Symptomatik im Kontrollgruppenvergleich klinisch deutlicher ab. Die depressive Symptomatik verringerte sich, die Lebensqualität nahm zu und die Besserung blieb über die beiden folgenden Monate des Beobachtungszeitraums erhalten. Allerdings entsprachen die Symptome auch noch im 2-Monats-Follow-Up in beiden Gruppen den diagnostischen Kriterien einer PTBS. Der Effekt war insgesamt als moderat einzustufen (Polusny et al 2015) [CrossRef]
  • Achtsamkeit in der Behandlung von persönlichkeitsgestörten und traumatisierten PatientInnen. Vortrag von Luise Reddemann bei den 60. Psychotherapiewochen 2010 [pdf-download]
  • MBSR bei 27 erwachsenen Opfern von sexuellem Kindesmissbrauch: Im Follow-Up nach 24 Wochen Reduktion der Symptome von PTSD, insbesondere von Vermeidung (Kimbrough et al 2010) [CrossRef]
  • MiBCT bei einer 21-jährigen Frau, Einzelfallstudie (Cayoun 2008) [pdf-download]
  • Inverse Korrelation zwischen Achtsamkeit und Depersonalisation, Korrelation zwischen emotionalem Mißbrauch und Depersonalisation (positiv) und Achtsamkeit (negativ) (Michal et al 2007) [CrossRef – über Lippincott]
  • Anwendung von Achtsamkeit in der tiefenpsychologisch fundierten Traumatherapie (Reddemann 2006) [CrossRef]
  • ACT bei posttraumatischen Störungen (Orsillo, Batten 2005) [CrossRef]

Burnout und Stress

Quelle: www.achtsamleben.at

  • Ein Review beschreibt in 6 von 8 Studien eine statistisch signifikante Reduktion von Burnout bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen und bei Lehrern durch verschiedene achtsamkeitsbasierte Verfahren (Luken & Sammons 2016) [CrossRef]
  • Eine Metaanalyse von 19 Studien fasst zusammen, dass achtsamkeitsbasierte Verfahren im Arbeitskontext Stress reduzieren, dass diese aber nicht unbedingt anderen Methoden überlegen sind (Virgili 2015) [CrossRef]
  • Harrer, ME (2013) Burnout und Achtsamkeit. Stuttgart: Klett-Cotta [amazon]
  • Metastudie über Achtsamkeit bei MitarbeiterInnen im Gesundheits-Bereich. Ergebnis: Achtsamkeit bringt in 11 Studien eindeutig Benefits für die MitarbeiterInnen (weniger Stress, mehr Präsenz und Mitgefühl). Widersprüchlich waren die Ergebnisse in 9 Studien bei der Frage, ob achtsame TherapeutInnen bei ihren PatientInnen bessere Ergebnisse erzielen (Escuriex & Labbé 2011) [pdf-download] [CrossRef]
  • MBSR reduziert den Stress-Level bei Gesunden. Die wenigen in dieser Metaanalyse gefundenen Daten über spezifische Wirkungen erfordern weitere Forschung (Chiesa & Serretti 2009) [PubMed]
  • Achtsamere College-Studenten gehen besser mit Stress um, berichten über weniger Vermeidungsstrategien und aktiveres Coping. Diese Faktoren mediieren die Beziehung zwischen Achtsamkeit und Wohlbefinden (Weinstein et al 2009) [CrossRef]