Achtsamkeit in Göttingen

Achtsame Paarberatung in Göttingen

»Partnerschaft ist die Kunst, die Unterschiedlichkeiten da sein zu lassen, mit dem Anderen zu sein und gleichzeitig mit sich selbst, ihn nicht abzuwerten und sich nicht aufzugeben. Wenn wir einander respektvoll begegnen, wird es möglich, das Anders-Sein des Anderen als Chance für die eigene Entwicklung zu verstehen und wirkliche Verbindung wachsen zu lassen. Achtsame Paarberatung kann diese Entwicklung unterstützen.«Vera Schmidt-Riese

Kein Mensch will verändert werden

Zu Beginn einer Partnerschaft fühlen wir uns oft von dem Unbekannten, dem Fremden im Gegenüber angezogen. Wenn nach Monaten oder Jahren sich die Hormonlage einpendelt, kann uns jedoch genau diese Fremdheit des anderen auf die Nerven gehen oder evtl. beängstigen. Dann beginnen wir häufig, den anderen verändern zu wollen. Obwohl jeder weiß, dass das nicht funktioniert, werden wir kaum müde, diesen Lösungsversuch weiter und weiter zu probieren. Warum dies nicht funktionieren kann liegt auf der Hand: Wenn man sich angeklagt fühlt werden Netzwerke von Bedroht-Sein im Gehirn aktiviert, weil die Bedürfnisse nach Wertschätzung und Sicherheit als gefährdet erlebt werden. Dann springen in uns blitzschnell archaische Abwehrsysteme an, die uns zu Angriff, Flucht oder Erstarrung animieren wollen. Unter diesen Bedingungen ist keine Veränderung möglich, sondern im Gegenteil ist das Festhalten am Gewohnten ein unmittelbarer Reflex. Achtsame Paarberatung basiert auf Wertschätzung und Neugier für sich selbst und den anderen.

Achtsame Paarberatung in Göttingen im Rahmen der achtsamkeitsbasierten Psychotherapie

Achtsame Paarberatung in Göttingen im Rahmen der achtsamkeitsbasierten Psychotherapie

Kein Mensch will verändert werden

Zu Beginn einer Partnerschaft fühlen wir uns oft von dem Unbekannten, dem Fremden im Gegenüber angezogen. Wenn nach Monaten oder Jahren sich die Hormonlage einpendelt, kann uns jedoch genau diese Fremdheit des anderen auf die Nerven gehen oder evtl. beängstigen. Dann beginnen wir häufig, den anderen verändern zu wollen. Obwohl jeder weiß, dass das nicht funktioniert, werden wir kaum müde, diesen Lösungsversuch weiter und weiter zu probieren. Warum dies nicht funktionieren kann liegt auf der Hand: Wenn man sich angeklagt fühlt werden Netzwerke von Bedroht-Sein im Gehirn aktiviert, weil die Bedürfnisse nach Wertschätzung und Sicherheit als gefährdet erlebt werden. Dann springen in uns blitzschnell archaische Abwehrsysteme an, die uns zu Angriff, Flucht oder Erstarrung animieren wollen. Unter diesen Bedingungen ist keine Veränderung möglich, sondern im Gegenteil ist das Festhalten am Gewohnten ein unmittelbarer Reflex. Achtsame Paarberatung basiert auf Wertschätzung und Neugier für sich selbst und den anderen.

Selbstwirksamkeit statt Ausgeliefert-Sein

Oft denken wir, dass der andere sich verändern muss, um unsere eigenen Bedürfnisse gewahrt zu wissen. Bevor er sich nicht verändert, erleben wir uns als ausgeliefertes und hilfloses Opfer. Der Heidelberger Psychotherapeut Gunther Schmidt benutzt hierfür gerne die Wetter-Metapher:

Genauso wie wir das Wetter nicht verändern können, können wir auch nicht den Partner verändern. Wir sind aber dem Wetter, genauso wie dem Partner nicht hilflos ausgeliefert: Wir können einen Schirm aufspannen, ein Regenponcho anziehen, ein Vordach bauen etc. Wir können das Wetter nicht ändern, aber unseren Umgang damit. Und damit wenden wir den Fokus vom Partner zu uns selbst. Wir richten die Aufmerksamkeit auf unsere eigene Gestaltungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit und auf unser eignes Kompetenzerleben.

Achtsame Paarberatung unterstützt Sie im neugierigen Anerkennen von dem was ist. Das ist die Voraussetzung für gemeinsame lustvolle Veränderung.

Unterschiede als Bereicherung

Die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen ist die Voraussetzung für eine chancenreiche „multikulturelle“ Begegnung. Nun können wir als Paar beginnen unsere Unterschiedlichkeit achtungsvoll und neugierig auszuhandeln. Dafür braucht jeder einzelne ein Erleben von Schutz und Sicherheit und eine Anerkennung seiner eigenen Einzigartigkeit.

Bezogene Individuation

Die eigene Unabhängigkeit ist die Voraussetzung für die erfüllende Bezogenheit zum Partner. Diese zeigt sich im achtungsvollen Umgang mit sich selbst: „So wie ich gerade bin, so darf ich sein. Auch wenn es Dinge gibt, die ich nicht an mir mag, gehe ich wertschätzend mit mir um.“ Wenn ich mit mir nicht im Reinen bin, dann ist die Gefahr groß, dass ich vom Partner erwarte, dass er es für mich löst und mich quasi retten soll. Jeder Partner darf lernen, seine eigene Unterschiedlichkeit wertschätzend zu behandeln: „Ich denke gerade ganz anders als du, ich fühle ganz anders als du, habe ganz andere Verhaltensimpulse als du und bin damit vollkommen in Ordnung. Du allerdings auch.“ Achtsame Paarberatung unterstützt jeden einzelnen in seine eigene Mitte und Selbstverantwortung zu kommen.

Bitten statt Fordern

Nun können die eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte wirkungsvoll in die partnerschaftliche Kommunikation gebracht werden, indem sie als Bitten formuliert werden. Nichts von dem, was der andere einem gibt ist seine Pflicht. Nichts daran ist selbstverständlich. Wenn meine Partnerin mir heute Aufmerksamkeit schenkt, ist das ein Geschenk für das ich mich bei ihr bedanken kann. So kann eine Atmosphäre von wechselseitiger Dankbarkeit und Wertschätzung entstehen.

Zwei Augen ermöglichen Tiefenschärfe

Es würde keinen Sinn ergeben, wenn das eine Auge dem anderen Auge vorwürfe, dass es das Falsche sehe. Denn erst die unterschiedliche Sicht der Augen schenkt uns eine wunderbare Tiefenschärfe. Genau auf die gleiche Weise können die gewürdigten Unterschiede der Partner zu Tiefe und gemeinsamen Reichtum für die Beziehung werden.

Dieser Artikel ist maßgeblich geprägt durch die inspirierenden Arbeiten von Gunther Schmidt, dem ich viel verdanke.